Das Leben…………….

Meine Gedanken und Gefühle gehen momentan komplett hin und her, vollkommen durcheinander. Wobei ich versuche mich ziemlich abzulenken, habe etwas länger gearbeitet, viel mehr zuhause hier gemacht, auch mit M. ( wobei die Sache mit dem Sex weiterhin nicht klappt, momentan bestimmt auch schwierig ). Aber ist dies, kann dies der richtige Weg sein? Ich weiß, und ihr habt es auch oft gesagt, es gibt kein richtig oder falsch. Ich meine, ist es so das dies Leben einfach so weiter läuft? Müsste ich mich dem, das meine Mutter stirbt, nicht viel mehr stellen, viel mehr Aufmerksamkeit darauf richten? Auch dann wenn es mich dann selber komplett psychisch mitreißt?

Seit Donnerstag war ich nicht mehr da, mehr aus Eigenschutz. Weil die Vorstellung dort hinzugehen, sie so zu sehen wie sie stirbt, macht mich psychisch fertig. Die Vorstellung sie in Erinnerung zu behalten wie ich sie am Donnerstag das letztemal gesehen habe erleichtert mich dagegen. Trotzdem habe ich Schuldgefühle das ich nicht hingehe, nicht jeden Tag an ihrem Bett sitze. Jeden den ich frage sagt das es ok ist, wie es ist. Doch irgendwie habe ich das Gefühl eben jene Verpflichtung zu haben das zu tun. So, als wäre ich nur dann stark genug dies durch zu stehen, für ihren Tod, für das weitere Leben. Schuldgefühle, stark sein etc. Wichtige Punkte in meinem Leben.

Jetzt, wo ich kurz vorher wieder begonnen habe an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, was gerade ziemlich unter geht, kommt so viele Fragen, wie ist der Mensch ein guter Mensch. Also im Sinne von richtig. Damit ihr dies alles verstehen könnt, müsste ich sicherlich viel erzählen von meiner Kindheit, meiner Jugend und all dem was geschah. So versuche ich gerade mehr all die negativen Gefühle, die Trauer im Zaum zu halten, damit eben das Leben weiter gehen kann. Ich habe meinen Frieden mit meiner Vergangenheit gemacht, mit meiner Mutter, meinen Vater und auch mit meinem älteren Bruder. Doch die Auswirkungen, die psychischen Prägungen konnte ich noch nicht ablegen.

So soll das Leben weiter gehen und ich frage mich ob ich so richtig bin mit all dem, mit den Gedanken woanders und doch immer da.

6 Kommentare zu „Das Leben…………….

  1. Deine Mutter wird sterben, wie alle auf dieser Welt. Das „wann“ ist genauso ungewiss, wie das „dabei sein können/müssen“. Setz dich da mal nicht so unter Druck! Mache genau das, was gerade wichtig ist. Prioritäten kannst nur du für dein Leben setzen.
    Alles Liebe
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

  2. Niemand kann sagen, was richtig oder was falsch ist. Du zermürbst dich an den Gedanken, dass du nicht bei deiner Mutter bist. Das zieht dich noch ein Stück tiefer, als der bevorstehende Tod deiner Mutter. Es klingt hart, aber der Tod ist unausweichlich. Deine Gedanken jedoch solltest du ein Stück von dem lösen, was du in den Augen der anderen Menschen falsch machen könntest. Es geht um dich, nur um dich und wenn du für dich diesen Abstand benötigst, dann betrachte es nicht als Fehler, sondern sage dir, dass dir dieser Abstand zusteht. Du hast Angst vor der Nähe, vor dem, was dich erwarten könnte, also betrachte diesen Abstand als kleinen Schutz für dich. Denn es geht hier auch um dich, um dein Leben und es wäre schade, wenn du am Tod deiner Mutter zerbrechen würdest. Viele Grüße Jane Tooth

    Gefällt 1 Person

    1. Erstmal danke dir. Nun ich finde deine Worte nicht hart, sondern einfach nur ehrlich. Und ich weiß auch das du recht hast. Ich finde sogar toll das du so gefühlvoll es herüber bringen kannst. DAs spricht für dich.

      Das was du ansprichst, sich selbst sehen, ist ein großes Problem von mir. Ich versuche daran zu arbeiten.

      Danke dir !!!

      Gefällt 1 Person

      1. Eigentlich bin ich eher zurückhaltend, was meine Meinung betrifft, denn ich habe eher Angst vorschnell ein Urteil über eine Person zu fällen, die man schließlich nicht kennt. Aber nun bin ich froh, als ich soeben deine Antwort gelesen habe. Ich habe früher auch immer Rücksicht auf alle anderen Menschen genommen und viel zu wenig an mich gedacht. Aber das Leben und die Erfahrungen haben mich geformt und mich verändert, ich nenne es mal abgehärtet. Natürlich habe ich noch diesen weichen Kern, aber wenn jemand von mir nur fordert und ich nichts zurückbekommen, dann nehme ich es nicht mehr hin, denn es geht um mich und um mein Befinden. Was mir ganz arg geholfen hat, mich von einer Sache zu distanzieren. Ich betrachte sie, als würde sie mich gar nicht betreffen und dann habe ich bemerkt, wie diese Angst mich loslässt, die mich zuvor noch quasi aufgefressen hat. Diese Angstzustände, die einem soviel Zeit kosten. Oder ich begebe mich auf einen hohen Berg und betrachte das Problem, welches dann plötzlich so winzig ist und ich bin viel größer und stärker. Und dann erst wird mir bewusst, dass so manches Problem so unwichtig ist, worüber ich mit ständig den Kopf zerbrochen habe. Alles mental, aber dennoch wirkungsvoll. Ich wünsche dir von Herzen, dass du deinen Weg findest, egal welcher es sein wird, der dich wieder etwas glücklicher macht LG

        Gefällt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu jane230174 Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s