Selbstüberschätzung…………oder eigene Akzeptanz

So bin ich gestern, entgegen meiner Meinung doch noch wieder zu meiner Mutter gefahren. Zumal meine Freundin ein Tag vorher bei ihr war und meinte, das es ihr, meiner Mutter, besser ging, also den Umständen entsprechend. Wahrscheinlich aufgrund der Medikamente und auch der Behandlung im Altersheim. Und das so wohl dies sich noch Tage, eventuell Wochen hinziehen könnte. So war ich wieder oder noch mehr hin und her gerissen. Auf der einen Seite versuche ich mich darauf vorzubereiten, anderseits kann ich kaum jetzt Tage oder Wochen nicht mehr hingehen. Ja, die Akzeptanz meines eigenen Wesens, meiner eigenen Stärke ist noch ziemlich schwierig.

Jedenfalls bin ich dann gestern mit M. Also dorthin gefahren und schon im Vorfeld raste mein Puls, mein Körper zitterte innerlich. Jetzt war es allerdings so, das sich ihr Zustand im Vergleich zu vorgestern erheblich verschlechterte. Körperlich und wohl auch geistig. Schon als ich dasa Zimmer betrat und sie sah fuhr ein Schreck und ebenfalls auch Angst durch meinen Körper, was ich natürlich nicht versucht habe mir anmerken zu lassen. M. war ebenfalls erstaunt das es ihr so von vorgestern zu gestern schlechter ging.

Ich war so angespannt das ich mich gar nicht hinsetzen konnte. Lief teilweise durch das Zimmer hin und her, irgendwie um die Spannung abzubauen. Irgendwie bin ich mir nicht mehr sicher ob sie überhaupt erkannt hat wer jetzt da bei ihr war. Ihr Blick, obwohl sie wohl schon noch wach war, war ganz entfernt. Irgendwie schaute sie sich um wie ein Kind, ganz erstaunt, fragend was denn hier los wäre. Es ist schwierig so seine Mutter zu sehen. Egal was früher war, wie sie war. Es zerreisst einem das Herz. Und als sie dann noch nach ihrer eigenen Mutter rief, dachte ich schon das ich selbst nicht mehr aushielt. Obwohl ich ihre Worte eigentlich verstanden habe, musste ich bei M. Nachfragen, ob ich richtig gehört habe. Habe sie wirklich nach „Mama“ gerufen? Da war für mich schon einiges klar. Geistig ist sie wohl schon bei ihrer Mutter. ( Ihre eigene Mutter starb sehr früh, als sie selbst noch ein Kind war )

Trotzdem bin ich geblieben. Hin und her gerissen von panisch das Zimmer verlassen und dem Wunsch sie nicht alleine zu lassen, durch zu halten. Doch gleichzeitig weiß ich auch das dies für mich nicht gut ist, für meine Psyche. Ich habe es bei meinem Vater erlebt, wo ich eigentlich fast bis zum letzten dabei war. ( Danach war ich über ein dreiviertel Jahr krank ) Oft ist es eine Selbstüberschätzung dessen was ich aushalten kann oder sollte. Aber auf jedenfall wenig Akzeptanz für die eigene Wertikeit. Sicherlich, eigentlich glaube ich inzwischen auch das es kein Richtig oder Falsch gibt, doch sollte ich wohl lernen, auch mehr mich selbst zu sehen. Bevor ich mich ganz verliere. Eigentlich war ich mein ganzes Leben ebenso für meine Familie da, sicherlich aus Gründen, durch Prägungen etc., habe nicht wirklich gelernt für mich selbst zu sorgen, dafür aber für andere. Die eigenen Grenzen zu akzeptieren, ohne Schuldgefühle, oder Bewertungen ist für mich derzeit noch sehr schwer. Was bestimmte Gefühle von mir angeht verfalle ich schnell in Panik und glaubt mir, ich könnte euch gar nicht vorstellen wie oft man auf das Klo gehen kann wenn man mal erst richtig angespannt ist.

So sollte ich wohl auf mein Gefühl hören, meine Entscheidungen auch gegen diese inneren Vorwürfe, die aus verschiedenen Richtungen und aus weiter Vergangenheit kommen, durch stehen. Für jemanden wie mich, mit einfach zu viel Gefühl, der einfach wirklich in einigen Punkten sehr sensibel ist, ist alles andere sehr katastrophal. Aber eigentlich weiß ich das ja. Und da wäre ich wieder an dem Punkt den eigenen Selbstwert zu akzeptieren……………

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