Land unter oder………….Gefühle unter…….

Hier geht seit zwei  oder drei Tagen fast im wahrsten Sinne Land-unter. Es regnet eigentlich ohne Unterbrechung. Der Himmel zumindest grau, wenn nicht ganz dunkel bedeckt. Alles versäuft, die Pflanzen, der Garten, selbst der Hauptbahnhof und auch die U-Bahnstationen teilweise. Und die Gefühle, meine Gefühle, werden durchaus davon beeinflusst. Aber ist das wirklich so? Wie groß ist der Einfluss, oder kann er sein? Sicherlich weiß ich das der Körper, oder die Psyche, meine auf jedenfall Lichtabhängig ist. Ich bin ein „Kind“ der Sonne. 🙂 Ok, das kann ich diesen Sommer wohl ziemlich vergessen. Aber trotzdem……………..wie ich auch schon im vorherigen Eintrag schrieb, muss oder sollte jeder, ok, eigentlich gilt es für mich selber, auf und in sich schauen !!!!

Und da, liebe Freunde und Leser, geht es dann wohl los…………….sicherlich habe ich wohl einen großen Teil Erfahrung was das Leben, die Gefühle und auch in einigen anderen Dingen angeht. Ich kann mich hervorragend auf andere einlassen, mich in sie hinein versetzen, mit ihnen mitfühlen und auch um sie kümmern. Allerdings ich bin wohl ein Meister darin die eigenen Gefühle zu verdrängen, sie nicht zu akzeptieren, ja manchmal glaube ich sogar mich selber zu akzeptieren !? Dann geht nicht nur wie jetzt das Land unter, sondern auch meine Gefühle, mein Innerstes. Und darin bin ich wirklich gut !! Wahrscheinlich mache ich nicht nur deswegen schon immer wieder längere Gesprächstherapien!? ( Manchmal denke ich mein Therapeut müsste sich die Haare raufen, eben weil genau solche Situationen der starken Verdrängungen etc. immer wieder kommen ) Müsste ich eigentlich trotz meiner ganzen lebenslangen Erfahrungen es nicht besser wissen? Nun wissen bedeutet aber nicht gleich ändern können ! Sicherlich ist mir das, wenn ich dann irgendwie in solchen Situationen zu mir finde, bewusst und meißtens weiß ich dann auch was es bedeutet oder woher es kommt, aber dann ändern oder wirklich starke Veränderungen herbei führen, schaffe ich dann doch nicht.

Nun, jeder weiß das diese Verdrängungen der Gefühlswelten nicht wirklich gut ist, nicht gut sein kann. Trotzdem ist da wenigstens eine dermassen große Angst, oder Verdrängung das ein scheinbarer Automatismus einsetzt. Das war schon bei dem Tod  meines Vaters so, wo nach einem dreiviertel Jahr erst die Gefühle heraus kamen. Fragt besser nicht nach. Jedenfalls war die  dann fast ein Jahr krank.
Und jetzt ist es scheinbar wieder so. Die unterdrückten Gefühle schwillen an, so wie der Regen der hier stedig fließt. Der Druck auf die inneren Mauern wird stärker und, was dann sicherlich komplett normal ist, fängt an sich körperlich zu äußern. Nicht nur, aber erstmal durchaus heftig. Etwas was ich natürlich auch nicht akzeptieren oder wahr haben will und eigentlich auch nicht so zeigen oder erzählen will. Eigentlich!

So ist der Blutdruck wieder hoch, obwohl ich eigentlich die Blutdrucktabletten fast hätte absetzen können. Mehrmals täglich wurde mir richtig gehend schwarz etc. Und ich laufe öfters auf das Klo, ist das eigentlich dann nur bei Männern so? , das es mich selber schon echt nervt. Mein ganzer Körper scheint am vibrieren zu sein, vorletzte Nacht war ich dann auch mehrmals wach, konnte nicht schlafen etc. Wie gesagt, viele Körperlichkeiten, die sich durch Verdrängung äußern. Allerdings nicht nur Körperlichkeiten inzwischen. Inzwischen kommen dann auch psychische Auswirkungen wie Angstattacken dazu, oder das ich Verlustängste entwickele, nicht gut alleine sein kann und so weiter. Ich verschone euch mit den ganzen Details, weil die meißten wissen wo von  ich rede oder die anderen können es wahrscheinlich gar nicht erst verstehen. Außerdem möchte ich es selber ja eigentlich wieder…………….. verdrängen !

Wie mein Thera sagen wird, und ich habe nachher eine Sitzung bei ihm, sind das alles Körperlichkeiten, Auswirkungen und so weiter. Also auf was ?

Ich persönlich glaube das es mit dem Tod von meiner Mutter zusammen hängt, die vor ein paar Monaten gestorben ist. Ich habe versucht mich bis zu letzt um sie zu kümmern und irgendwie scheine ich, obwohl Beerdigung und so weiter, ihren Tod zu verdrängen, bzw. die Gefühle die damit zusammen hängen. Gestern noch, in einem bewussten Moment, wurde mir klar, das ich es noch gar nicht fassen kann das sie tot ist. Sie nicht mehr da ist. Es ist wie auf eine Mauer stossen. All das was in meiner Kindheit war, passiert ist, fast 25 Jahre lang, nicht mehr geklärt werden kann ( hätte es sowieso nicht mehr ), nichts ist mehr da, bzw. innerlich bleiben wird es wohl immer. Und um auch ganz ehrlich zu sein muss ich gestehen das ich seit der Beerdigung nicht mehr am Grab war. Es irgendwie gefühlsmässig nicht fertig bringe hinzugehen. ( Wobei das sicher nötig wäre ) Es ist fast so als könnte ich mich diesen Gefühlen nicht stellen, weil eben da ein Orkan dahinter steckt.

Aber kann es so „einfach“ sein? So als Antwort? Trotz dieses eventuellen Bewusstseins sitze ich hier am PC, mein Sohn sitzt nebenan und ich schreibe dies mit feurigen Adern und versuche stark zu sein wie immer. Meine Gefühle, mein Körper sind das einzigste was mich verrät und ich glaube, das dies auch seinen Sinn hat. Trotzdem habe ich eine Prägung in mir, oder einfach nur Ängste, die es nicht zulassen wollen, das eben diese Gefühle, dieses Verständnis auf „normalen“ Wege zum tragen kommen. Ich wünschte, ich wüsste andere Wege, bessere. Ich glaube schon das es so einiges einfacher machen würde. Vielleicht !?

 

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