Augen…………

Immer wieder fällt der Blick auf mich. Es ist mein innerer Blick, der mich betrachtet, doch sind es nicht meine Augen. Immer noch, oder immer wieder sind es die Augen meines Vaters aus der ich mich selbst beurteile. Das was ich bin und wie ich sein sollte. Ebenso genau was ich fühle und denke. Dabei hatte ich die Hoffnung das ich da schon lange raus wäre. Mein Vater war in Stalingrad. Eine Zeit der Härte, die er niemals loslassen konnte. Verständlich. Jedes Gefühl, jede Angst war tödlich. Härte pur.

Genau jene Härte, jene Gefühle, die er auf mich, unsere Familie übertrug. Meine Mutter fand ihren eigenene Weg damit umzugehen. Mein mittlerer Bruder kam damit nicht klar, besonders da er auch psychschisch krank war und aus den Augen meines Vaters dies nicht akzeptabel war. Mein ältester Bruder wurde genauso wie mein Vater, aber er säuft. Jeden Tag. Und ich? Ich kämpfe momentan wieder jeden Tag mit den Ansprüchen, dem Blickwinkel meines Vaters, spüre meine Ängste, meine Gefühle, denn ich bin anders. Schwierig sich mit den eigenen Augen zu sehen und zu akzeptieren, was man sieht. Zu sehen das man nicht das ist, nicht diese Erwartungen erfüllt, was man sein sollte, was man über jahrzehnte eingebläut bekommen hat. Schwierig, die eigenen “ Schwächen“ , Ängste zu akzeptieren und dabei festzustellen wieviel Gefühl man hat. Mein Körper spricht mit mir, auf die ein oder andere Art. Sich mit den eigenen Augen sehen und zu akzeptieren………………….

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