Gefühle……………

Nun, habe ich die Weihnachtstage ja überstanden.  Und praktisch wohl auch eher entspannt und ich hoffe das es bei euch ebenso war. Allerdings, und jetzt kommt das große Manko, gefühlsmässig allerdings unter großer Anspannung. Aus Gründen die in einem früheren Eintrag ja schon zu lesen waren, ist die Weihnachtszeit sowieso immer schon, sagen wir mal , schwierig für mich. Gefühlsmässig.

Dieses Jahr war es wohl das 1te. Mal das ich Weihnachten ohne jemanden von meiner Familie verbrachte. Irgendwie habe ich den Tod meiner Mutter nicht verarbeitet und es ist irgendwie schon komisch, oder auch traurig, wenn jetzt niemand mehr da ist. Wobei niemand mehr da ist, stimmt ja nicht. Mein mittlerer Bruder ist wohl noch da, er lebt ja in einem Behindertenheim in einer anderen Stadt. Allerdings hat er wohl kurz vor Weihnachten auch noch einen Anfall gehabt, so er wohl jetzt auch geistig so ganz abschaltet. Und normalerweise fahre ich dann auch so um Weihnachten dort hin um ihn zu besuchen, doch dieses Jahr konnte ich das nicht. Es war mir einfach zu viel. Der Tod meiner Mutter und das dann auch noch. Ihn so zu sehen chafft mich dann wohl so ganz.

Jedenfalls war dadurch die Tage ziemlich gefühlsmässig anspannend und ich konnte die Gedanken daran auch nicht abschalten. Sie gingen davon absolut versagt zu haben bis zu dem Punkt was wäre wenn er jetzt auch stirbt etc. Eigentlich eine totale gefühlsmässige Überforderung. Und dabei kann ich meine Gefühle noch nicht einmal heraus lassen. Auch hier zu hause nicht. Was sich dann natürlich hoch steigert und ebenso zu einem Problem wird. Vielleicht kennen das ja einige selber.

Denn diese unterdrückte Überforderung steigert sich dann in ungeahnte Ängsten. Jetzt bin ich in einem Alter wo ich mich fragen muss, darf ich da noch Ängste haben? Sollte ich mit dem Leben nicht klar kommen können? Und ich sehe jetzt schon erstaunte Gesichter vor meinem geistigen Auge. 🙂 Oder eher fragende?

Die Sache, bzw. Entscheidung, nicht zu meinem Bruder zu fahren, war eine Entscheidung für mich. Die, so die Überlegung, mich auch schützen sollte. So weit so gut. Aber so reagiere ich normalerweise nicht. Normalerweise frage ich nicht nach mir selbst. So weit versteht ihr? Aber genau das soll ich üben. Für MICH zu sorgen. Also psychisch gesehen. Entgegen auch allen Entwicklungen und psychischen, erzieherischen Prägungen. Ich glaube, langsam versteht ihr worauf das hin läuft, oder?

Diese Entscheidung und der Tod meiner Mutter lassen mein Selbstbewusstsein, meine ganze psychische Stärke in den Keller fahren. Wecken Erinnerungen und totale Ängste, werde ich in einen späteren Eintrag von schreiben, in mir und sind gerade voll da. Und das führt dazu das ich mich selber, niemand anderes, jetzt noch weiter überfordere. Geht also der Schuss nach hinten los?

So mache ich mir auch viel mehr Gedanken, Sorgen über das Älter werden, über Krankheiten, ich vermeide es übrigens zu Ärzten zu gehen, fragt mal warum, und überhaupt die Zukunft. All das was ich sonst weg schieben kann oder mich nicht so widme. Ok, vielleicht bin ich auch ein gewisses Grad wider etwas depro.

Die Weihnachtstage sind jetzt vorüber, trotzdem nehme ich meine Gefühle mit. Es bleibt zu schauen, was ich daraus machen kann. Bin mal gespannt, was ihr so meint, eure Erfahrungen.

Jedenfalls hoffe ich das ihr alle einen wunderbaren, schönen und aufregenden Rutsch ins Neue Jahr haben werdet.

HoM

 

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